Mitten im landschaftlich schönen, aber kulturell sonst eher ruhigen Schleswig-Holstein steht ein außergewöhnlicher Turm. Erbaut von einem Mann, der bereits mit sieben Jahren als Oberst seine lebenslange Militärkarriere begann.



Ein Mann, der, bevor er das Erbe seines Vaters mit Titeln und Gütern im Alter von 65 Jahren antrat, auf Grund der allgemeinen desolaten wirtschaftlichen Situation prüfte, ob es für ihn überhaupt sinnvoll sei. Der gegen den Widerstand seiner Familie im Alter von 42 Jahren eine geschiedene Frau heiratete.



Ein Mann, der während seiner kurzen neunjährigen Zeit als Fürst nichts baute – außer dem Hessenstein –. Und der dafür den damaligen Geldwert einer heutigen Luxusvilla investierte. Und sich dazu noch Tipps zur praktischen Konstruktion (Denk an die Blitzableiter!) bei einem befreundeten Gutsherren aus Favre einholte.



Dieser nüchterne, kluge und charakterstarke Mann plante und baute im verspieltesten, ganz eigenen Gothic Revival Stil einen Burgturm, gespickt mit der geheimnisvollen Symbolik der Freimaurer.

Wer mehr über diesen Fürsten und die beiden bemerkenswerten Männer wissen möchte, denen er damit ein Denkmal gesetzt hat, dem kann ich nur ganz warm das Buch von Jochen Paustian ‚Gut Panker‘ ans Herz legen.