Das Abenteuer der Eventfotografie

Gestern hatte ich eine Anfrage für eine Business-Party mit 170 Gästen über 5 Stunden mit Stehempfang und anschließendem Festessen, Ansprachen, Live-Acts und DJ mit Tanz.

Besondere Herausforderung: sehr, sehr wenig Licht, da Zeitpunkt abends und nachts in schummriger bis punktuell beleuchteter Dunkelheit.

Damit man alle diese einzelnen Programmpunkte überhaupt und dann auch noch schön belichtet und nicht unscharf mit der Kamera einfangen kann – also keine kalkweiß geblitzten harten Fotos mit Look wie Bambi vor dem Autoscheinwerfer -, bedarf es einer sorgfältigen Planung und ein guten Lichttechnik.





Sonst kommen diesen typischen Fotos zustande, wo ein Drittel der Fotos unscharf mit begleitendem Pixelrauschen ist, das nächste Drittel die Menschen mit halb geschlossenen Augen und Doppelkinn zeigt und der Rest irgendwie geht, aber so richtig begeisterungswürdig auch wieder nicht ist.

Diese digitalen Rohdateien alle ernsthaft zu sichten und sie zur Auswahl vorzubereiten – inklusive Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Farbirritationsausgleich und Entfernung linsenbedingter Verzerrungen – dauert tatsächlich viel länger als das eigentliche Fotografieren. Gerade bei Fotos, die eigentlich unter Lichtmangel leiden.

Eine kleine Feier bei Tageslicht für drei Stunden mit 1.000 Fotos kann man deshalb sicherlich für 450 Euro fotografieren. Eine solche Feier, wie oben beschrieben, aber nicht. Knipsen kann jeder. Fotografieren ist eine Kunst.